Über uns

Das Projekt

Bewegungen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, haben eins gemeinsam: Als Verbund von Menschen mit gemeinsamen Interessen und Zielen greifen sie ein Problem auf, agieren öffentlichkeitswirksam gegen Missstände und für Aufmerksamkeit und versuchen dabei, die Gesellschaft von ihren Zielen zu überzeugen. Nicht selten resultieren diese Aktivitäten in Änderungen der Gesellschaft, sei es als gelebte moralische Standards, konkrete Gesetze oder internationale Abkommen. Ob lokal, regional, national oder international: Bewegungen haben unterschiedliche Ausmaße, die die Fragen nach ihren Ursprüngen, Niederlagen und Erfolgen besonders interessant machen. Im Informationszeitalter bleiben die Charakteristiken von Bewegungen erhalten, doch der Diskurs verlagert sich zunehmend ins Netz: Bewegungen erzeugen öffentliche Aufmerksamkeit nicht mehr ausschließlich durch Demonstrationen, Proteste und Plakate, sondern bereits durch Aktivitäten auf ihren Social-Media-Kanälen. In diesem Projekt haben Studierende des Studiengangs Online-Redaktion an der TH Köln ganz unterschiedliche Aspekte aus dem großen Themengebiet „Bewegung(en)” in einem Web-Magazin zusammengetragen. Die entstandenen Beiträge lassen sich den vier Kategorien ,,Kampf um gleiche RechteLebensweltenUmwelt und Klima und (Des)Information” zuordnen.

Die Menschen

Das Prinzip, besser gemeinsam statt alleine etwas zu erreichen, trifft nicht nur auf Bewegungen zu, sondern auch auf dieses Webprojekt: 45 Studierende haben innerhalb des verkürzten und digitalen Wintersemesters 2020/21 gemeinschaftlich diese Website konzipiert, gestaltet und entwickelt, die ein breites Repertoire an Beiträgen beinhaltet. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden innerhalb des Webprojekts sowie die dankenswerte Unterstützung von Expert*innen und aktiven Mitgliedern von Bewegungen macht deutlich, wie wichtig es ist, an einem Strang zu ziehen. Auch in Zukunft wird es weitere Entwicklungen von Bewegungen geben, die wir in diesem abgeschlossenen Projekt nicht aufgreifen können. Wenn unsere Beiträge euch motivieren, solche Entwicklungen zu verfolgen, haben wir vielleicht selbst ein kleines bisschen bewegt.

Folgende Studierende waren am Projekt beteiligt: Lilly Adams, Jan Aimene, Juliane Aldag, Anna Allershausen, Rick Arend, Yoma Arnz, Marion Bachmann, Michelle Belkarim, Tim Bindbeutel, Jan Blömeke, Philipp Buhrmester, Dania Douwa, Nele Geiger, Suska Gutzeit, Danja Halberstadt, Mascha Hasselmann, Robin Hoffmann, Leon Jansen, Salim Kabbara, Lydia Kampschulte, Janine Kast, Anne Kleinert, Mara Knewel, Patrick Koch, Annelie König, Alissa Küsters, Hannah Kynaß, Carolin Leipertz, Annika Lobergh, Sarah López, Anna-Lena Lozano, Ines Markota, Christopher Marung, Lea Menzel, Joelle Neutag, Anne Odendahl, Bruna Pelagio, Salomé Razaq, Jana Riegert, Simon Schmitt, Tim Schneider, Nicole Scholder, Marina Selle, Marvin Spies, Viola Trautwein, Jan C. Wall, Lara Wessel, Sonja Winkler, Stina Wirth, Tugrul Yilmaz und Timo Zingsheim.

Projektleitung

Prof. Dr. Petra Werner

Petra Werner hat zwar die Geburtsstunde der Friedensbewegung in Deutschland verpasst, aber ihre Höhepunkte miterlebt: Mit Hunderttausenden anderen Demonstrant*innen protestierte sie Anfang der 80er Jahre im Bonner Hofgarten für Frieden und gegen das atomare Wettrüsten. Ungefähr 40 Jahre später ist nun zwar ein internationaler Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Alle neun Atommächte und ihre engsten Verbündeten setzen jedoch nach wie vor auf nukleare Abschreckung und lehnen den Vertrag ab – eigentlich wieder Zeit für eine Friedensdemo!

Birgit Pieplow, LL.M.

Birgit Pieplow stand am 9. November 1992 mit rund 100.000 Menschen zu „Arsch huh“ auf dem Chlodwigplatz und wünscht sich, dass Mut und eigenes Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wieder gegenwärtiger werden. Und als frischgebackene Großmutter hofft sie, dass Bewegungen wie Fridays for Future, die zum Ziel haben, auch nachfolgenden Generationen diese Welt zu erhalten, kraftvoll bleiben.

Miriam Schmitz, M.Sc.

Miriam Schmitz war beim "Arsch huh"-Konzert scheinbar ebenfalls dabei, allerdings noch zu klein, um sich heute daran zu erinnern. Sie hat das auf späteren Demos gegen Rechts ausgiebig nachgeholt. Als Tochter einer waschechten Feministin und eines Vollzeit-Vaters wuchs sie in den 90er Jahren in dem Glauben auf, für Gleichberechtigung brauche sie nicht mehr zu kämpfen. Heute sieht sie das anders und freut sich über "die jungen Leute", die mit Selbstbewusstsein und Vehemenz Spielregeln ändern wollen, die Ältere für sie aufgestellt haben.

Prof. Dr. Florian Meißner

Florian Meißner ist Advisor Germany beim Unternehmen NewsGuard - und somit Teil einer digitalen Bewegung von Initiativen, die sich gegen Falsch- und Desinformation im Netz richten. Nicht nur in den USA, aber dort besonders deutlich, sehen wir, was gezielte Falschinformationen und Verschwörungsmythen anrichten können. Zeit, gemeinsam gegenzusteuern!

Caroline Lindekamp, M.A.

Der Arabische Frühling in Tunesien oder der Hirak in Algerien: In Nordafrika geht die Bevölkerung für demokratische Rechte auf die Straßen. Diese Bewegungen sind ein Fokus von Caroline Lindekamp. In Deutschland beschäftigt sie sich mit den Anstrengungen von Faktenprüfern und liefert als Journalistin glaubwürdige Informationen über Desinformation und andere Themen.

Philipp Remke, B.A.

Philipp Remke dachte bei dem Projekt-Thema „Bewegungen" erst einmal an chronologisch verknüpfte Koordinatenpunkte, was möglicherweise mit seiner Vergangenheit als Datenjournalist zu tun haben könnte. Nach kurzem Brainstorming, was auf Datenebene bei dem sozialwissenschaftlichen Begriff „Bewegungen" möglich ist, fand er aber auch das spannend. Und ist jetzt begeistert von den völlig anderen Ideen der Studierenden.